Was sind eigentlich Macarons?

 

Das Macaron ist ein französisches Baisergebäck aus Mandelmehl, dessen Herkunft bis ins Mittelalter zurückreicht. In Frankreich werden viele Varianten von traditionellen Macarons gebacken, davon ist heute das bunte Macaron in Form einer kleinen Doppelscheibe um eine Cremeschicht am weitesten verbreitet. Die Baiserböden des Doppelkekses werden aus Eiweiß, Puderzucker sowie sehr fein gemahlenen Mandeln zubereitet und mit bunten Lebensmittelextrakten gefärbt. Die Füllung dieses drei bis fünf Zentimeter großen Macarons besteht gewöhnlich aus ButtercremeGanache oder Konfitüre in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und wird zwischen zwei Macaronböden oder -deckeln mit einem Dressierbeutel aufgetragen.

Der Name entstammt dem Italienischen und wird von dem italienischen Wort (am)maccare hergeleitet, was mit zerdrücken oder zerquetschen übersetzt wird. Das venezianische Wort macarone  oder maccherone bedeutet feiner TeigMacarons sind nicht mit den deutschen Kokos-Makronen und den italienischen Maccheroni zu verwechseln. Wörterbücher wie Duden und LEOmübersetzen Macaron nach wie vor mit Makrone, was nicht mehr der heutigen Verwendung in den Medien entspricht.

 

Die ersten Macarons waren noch einfache Kekse aus Mandelmehl, Zucker und Eiweiß. Macaron de Nancy - erstes Macaron (ohne Füllung)

Im 18. Jahrhundert wurde dann Konfitüre oder eine Creme in die Kekse eingebacken, was auch die damalige französische Königin und Gourmande von Feingebäck Marie-Antoinette goutiert haben soll. In Sofia Coppolas Historienfilm Marie Antoinette (2006)bietet die junge Königin dem österreichischen Botschafter Macarons an. Später bohrte man das gebackene Mandelbaiser an und befüllte es.

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts begann daraufhin Pierre Desfontaines, der Inhaber des Hauses Ladurée und Großcousin des bekannten Müllers und Bäckers Louis Ernest Ladurée, zwischen zwei Macaronseine Ganache zu füllen. Das Rezept wurde bis heute im Maison Ladurée beibehalten. Seitdem haben sich für das weiche und zweifach belegte Macaron die Begriffe le macaron Gerbet und le macaron parisien eingebürgert.

Das Mandelbaiser ist unter einer hauchdünnen, glatten Kruste weich, feucht, schließlich cremig und zergeht schnell im Mund. Im Gegensatz zu Keksen können Macarons nicht lange ohne geschmackliche Einbußen aufbewahrt werden, innerhalb von zwei bis vier Tagen werden sie hart. Macarons gelten als nicht ganz einfach herzustellen, da es hier auf eine sehr genaue Beachtung der Zutatenmengen, Backtemperatur, -dauer und Ruhezeiten ankommt. Als Luxemburgerli der Confiserie Sprüngli sind die Macarons in der Schweiz bekannt. In Deutschland, Nordamerika und Ostasien wird das bunte und kalorienarme Feingebäck immer beliebter, so dass heute von einem „Trendgebäck“ gesprochen wird.

Das Macaron nach Pariser Art wird wegen seiner begrenzten Haltbarkeit und anspruchsvollen Zubereitung bisher nur handwerklich hergestellt und überwiegend direkt verkauft. 

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Macaron aus der freien Enzyklopädie Wikipedia.